Malerei des Lichts

TERRA MAGICA

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Univ.-Prof. DDr. Günther Jontes
Museumsdirektor Kunsthalle Leoben

Wollte man SANTONIs lyrische Landschaftsimpressionen als Gedichte in freien Rhythmen ansehen, als malerische Naturlyrik mit zuweilen durchaus dramatisch inszenierten Steigerungen, so könnte man auch anmerken, daß der Künstler nicht vieler Worte bedarf, um Landschaft in ihrem Wert als Anreger von Naturgefühlen erstehen zu lassen.

In seinem Schaffensprozeß bedient SANTONI sich des Vokabulars der Natur, beschränkt sich aber nicht auf ein topographisches Abbild der Nähe und Weite um uns, sondern tut den Schritt in den Betrachter, in dem er nicht vordergründig dem Bekanntheitsempfinden huldigt, Bestehendes beschreibt, sondern wie der wahre Poet Elemente setzt, die wie Worte Gefühle evozieren, deren Reiz und Reichtum uns den Eindruck vermitteln, an einem künstlerischen Schöpfungsprozeß teilgenommen zu haben.

Dazu verwendet SANTONI die uns vertrauten Farben- und Formenbestandteile der Natur und setzt diese zu einem Abbild eines künstlerischen Eigenlebens zusammen, an dem wir teilhaben können, aus dem eine kunsthistorischen Sinn „ideale Landschaft“ als gewandelte Wirklichkeit erwächst. Nicht der ausholende Gestus, sondern der naturhafte Prozeß von Formfindung und Formauflösung, von Werden und Vergehen charakterisiert SANTONIs Arbeitsweise, deren formale Herkunft von Turner und den Impressionisten nicht zu leugnen ist. Wasser, Gestein, Wolken, Luft, athmosphärische Trübungen, die das Erdrelief vom Horizont losbinden, fügen sich zusammen.

Diese Landschaften schließen auch Objekte menschlicher Anwesenheit und Naturveränderung ein. Gehöfte, Häuser, die aber nicht als herrische Landmarken menschliche Dominanz und Naturbewältigung und -überwältigung dokumentieren. Eher als konstruktive Klammern im inneren Zusammenhalt der Blätter kehren sie als zerfallendes, zerbröckelndes, vermorschendes Menschenwerk langsam wieder in den Kreislauf des elementaren Austausches zurück, verlieren den Zusammenhang mit ihren Schöpfern.

Diese Zerfallprozesse, die im faserigen und feinteiligen Oberflächenduktus der komplizierten vielschichtigen Lasuren des Aquarells und Acryls sichtbar werden, erscheinen uns aber nicht morbide, die Umkehr der Eingriffe wird eher als tröstlich empfunden, als Ausdruck einer ironisierenden Heiterkeit, die u die Vanitas weiß.

Wie die Natur schaffend, bedient sich SANTONI auch ihrer Grundpalette mit den Tönen ihrer Erde und ihrer Pflanzen, die der Himmel mit seinen Erscheinungen überwölbt.
Karrer Siegfried
Galerie „Weihergut“, Salzburg


Seine Ausbildung erhielt SANTONI (Künstlername für Siegfried Anton Niessl) an der Kunstgewerbeschule in Graz und der dortigen Hochschule für darstellende Kunst. Gleichzeitig machte er sich eingehend mit dem Medium Film vertraut und schuf mehrere Zeichentrick-, Dokumentar- und Spielfilme.

Verschiedene Preise, zahlreiche Personalausstellungen und seine „Erste Österreichische Straßengalerie“ haben seinen Namen bekannt gemacht. Er ist Mitglied und Mitbegründer zahlreicher Künstlervereinigungen und ist als Veranstalter und Teilnehmer verschiedener Symposien und Aktionen in Erscheinung getreten. Gerade die ihm unentbehrliche Begegnung und Auseinandersetzung mit anderen Künstlern, für die er seit Jahren als Organisator eintritt, ist ihm ein besonderes Anliegen.

Ein Hauptteil seines künstlerischen Schaffens ist das Landschaftsaquarell. SANTONI hat hier eine ganz besondere, individuelle Technik entwickelt, die extrem aufwendig ist. Er legt bis zu hundert Aquarellfarbschichten aufeinander, nimmt diese dann stellenweise wieder weg und setzt zum Schluß betonte Pinselspuren, welche die Feinheit von Radiertechniken aufweisen. Diese ergeben Struktur und Richtung der Komposition.

Seine oftmals zu Triptychen, Friesen oder Mehrteilern kombinierten, abstrakten Landschaftsbilder sind Werke von hoher Faszination und Sinnlichkeit. Es werden Assoziationen zu archetypischen Motiven geweckt, man meint in den Entstehungsprozeß unserer Erde, der Evolution einbezogen zu sein. Die Elemente Wasser, Feuer, Erde, Luft vernetzen sich zu Strukturen, angedeutete Landschaftssilhouetten und vertikale Schnitte erzeugen eine eigenartige Spannung, die das Gefühl des Mitwirkens an der Schöpfung einer gerade entstehenden Landschaft vermittelt.

Markierungen von Stadien der Evolution oder Abhäutens innerer Landschaften markieren dem Betrachter Spiegelbilder eigener Seelenlandschaften und symbolisieren verschiedenste Schaffungsprozesse innerer und äußerer Entwicklungen.

Wesentlich an dieser Landschaft ist der Eindruck, nicht das Abbild einer Momentaufnahme zu sehen, sondern an Zeitabläufen des Entstehungsprozesses teilzunehmen. Dieser wird noch dadurch verstärkt, daß SANTONI meistens mehrere Bildabschnitte, die in einem Arbeitsprozeß entstehen, als Triptychen oder Mehrteiler präsentiert. Dadurch kann nicht nur eine praktisch unbegrenzte Fläche bewältigt werden, es wird eine fast sakrale Wirkung erzielt, die an moderne Kirchenfenster erinnert.

SANTONI hat es verstanden, der Landschaftsmalerei neue Aspekte abzugewinnen. Wogende Kornfelder, Berge, Meeresufer, Schnee- und Eislandschaften, Wasser, Erosion und besonders das Licht komponiert er zu dichten, lebendigen Bildern, wie aus der Sicht eines Baumeisters, der gerade dabei ist, eine neue Welt zu schaffen zu Bildern, die bisweilen wie Traumbilder aus einer Vogelperspektive anmuten und fast immer eine meditative Stimmung ausstrahlen.

Nicht nur die beeindruckende technische Perfektion, auch die magische Ausstrahlung seiner Werke hat SANTONI einen großen Kreis von Bewunderern und Sammlern gebracht.

SANTONI betitelt oft seine Aquarelle mit Seelenlandschaften und stellt inhaltlich eine Landschaft dar, die nicht sichtbar ist, die nur erahnt oder gefühlsmäßig erfaßt werden kann. Gerade in unserer Zeit, die vorwiegend durch Technik und Manipulation geprägt ist, sollten wir uns bewußt mit Augen und Sinnen in diese Landschaften begeben und die magische Ausstrahlung ihrer Farben und Strukturen als Aufforderung zur Eigenkreativität in unser Unterbewußtsein eindringen lassen.
Dr. Jutta Unkart-Seifert
Bundesministerium für Unterricht und Kunst
Abteilung für kulturelle Auslandsangelegenheiten

Das Bundesministerium für Unterricht und Kunst der Republik Österreich freut sich besonders, im Rahmen des Kulturabkommens zwischen Österreich und Mexiko den prominenten steirischen Künstler SANTONI in diesen Ausstellungen präsentieren zu können.

Siegfried Anton Niessl, mit dem Künstlernamen SANTONI, ist in Leoben geboren und hat sich auf der Laßnitzhöhe bei Graz niedergelassen, einer Gegend, die für seine Arbeit als Landschaftsmaler zutiefst künstlerische Heimat ist. Für ihn ist „Malen der Versuch der Wiedergabe seines inneren Gesehenen, das Ein- und Ausatmen seines eigenen Zustandes selbst“. Der Künstler transzendiert als Medium Natur auf Leinwand, er vermittelt jenes Gefühl der Ganzheitlichkeit, dem der Mensch durch seine Erhebung über die Natur - obwohl doch unentrinnbarer Teil davon - entrissen ist.

Der Künstler absolvierte die Hochschule für Darstellende Kunst in Graz, erhielt zahlreiche internationale Preise und stellte sein Können in mehr als zweihundert nationalen und internationalen Ausstellungen unter Beweis. Er ist Mitglied und Mitbegründer zahlreicher Kulturvereinigungen und ist als Veranstalter und Teilnehmer verschiedener Symposien und Aktionen in Erscheinung getreten.

SANTONI bezeichnet seine Aquarelle - Hauptteil seines künstlerischen Schaffens ist das Landschaftsaquarell - Als „Seelenlandschaften“, Landschaften, die nur gefühlsmäßig erahnt werden können. Durch seine extrem aufwendige Technik - oftmals legt er bis zu hundert Aquarellfarbschichten aufeinander, nimmt diese dann stellenweise wieder weg und setzt zum Schluß betonte Pinselspuren, wodurch Struktur und Richtung der Komposition hervorgebracht werden - erzielt er gleichsam einen geologischen Aufbau seiner Landschaftsbilder und erweckt beim Zuschauer den Eindruck, nicht nur eine Momentaufnahme zu sehen, sondern an Zeitabläufen des Entstehungsprozesses teilzunehmen.

Die neueren Arbeiten des Malers, Graphikers, Experimentalfilmers und Objektkünstlers SANTONI analysieren gesellschaftliche Prozesse und legen jene sozio-kulturellen Mechanismen bloß, denen jeder Mensch fortwährend ausgesetzt ist. Auch hier beeindruckt die „grenzüberschreitende“ Vielseitigkeit des Künstlers in Bezug auf die Materialien und Gestaltungsmittel, mittels derer er seine Botschaft an den Betrachter heranträgt.
Dr. Anton Gugg
Weltkunst

Wenn ein Maler über 100 Farbschichten in Aquarelltechnik oder stark verdünnter Acrylsubstanz übereinander legt, lässt das auf ein besonders kompliziertes Verhältnis zum Malmedium schließen. Für solche Fälle handwerklichen Großaufwands und ästhetischer Über-Raffiniertheit hat man schnell das Etikett „altmeisterlich“ parat und lässt einen Hauch von Abschätzigkeit mitschwingen, wer in musealer, alter Lasurmanier nach Traditionsrezepten malt, kann weder modern noch zeitgenössisch sein. Weit gefehlt, wie das Beispiel eines prominenten steirischen Künstlers zeigt. Der Schleier der Antiquiertheit muss sich nicht zwangsläufig über die Beherrschung der rein materiellen Aspekte legen. Ein Maler wie Siegfried Santoni schlägt aus der Überspitzung eines uralten Malprinzips völlig neue, frappierende Effekte. Aus dem extremen Ausloten farblicher Transparenz unter Einbeziehung des durchschimmernden Bildgrundes erwächst ein paradoxes Schweben der Farbe zwischen undurchdringlicher Blickdichte und einer kaum fasslichen Indirektheit des farblichen Reizes.
Santoni steigert das „Altmeisterprinzip“ zur surrealen Farbmagie in sich – unabhängig vom Realismusgrad der Landschaftsauffassung, abstrakter Auflösungen oder figurativer Hinwendungen in den aktuellen Arbeiten. Santonis Farbe hat etwas von einer Fata Morgana an sich. Man glaubt sich und ihre mitgeführten Gebilde ganz dicht vor Augen zu haben und wird ihrer doch nicht habhaft. Aus einem schier unendlichen Differenzieren und Massieren der Pigmentschichten entstehen gewissermaßen Eskapaden der Einbildung – verführerisch kulinarisch mit ihrem lüsterhaft schimmernden Oberflächenschmelz.
Auszug aus einem Artikel
der „Salzburger Nachrichten“

In ihrer diesjährigen Festspielausstellung präsentiert die Salzburger Galerie Gerlich den Künstler SANTONI. Die Schau hat den Titel „Malerei des Lichts“. SANTONI malt archaische, menschenlose Landschaften, die wie aus einer göttlichen Perspektive gesehen werden. So kommen große Landschaftsräume in den Blick. Die Urkräfte der Welt scheinen bei der Bildung der Erde noch nicht zur Ruhe gekommen zu sein. Die Erschaffung der Welt ist noch nicht abgeschlossen. Wasser und Land sind gerade von einander geschieden worden. Landmassen, teils erdig, teils in einer Farbe wie Basalt, schieben sich ineinander. Es gibt aber auch Bilder von SANTONI, wo der Bezug zu Realem völlig aufgegeben ist, wo nur mehr reine Farbkräfte wirken. Die Bilder sind häufig als Diptychon oder als Triptychon angelegt. In krassem Gegensatz zu den Impressionen vom Anfang der Welt finden sich bei dem Maler aber auch Motive aus der Zeit höchster Zivilisation: Das Dickicht von Wolkenkratzern kann sich im Blick dieses Malers zurückverwandeln in ein gleichsam natürlich wirkendes Gefüge. Die magische Verwandlung, die dies bewirkt, wird durch entsprechendes Licht ausgelöst.

Pressebericht im „Hanauer Anzeiger“ zur Ausstellung auf der Ronneburg 1994:

Auszug:
„ …In der Tat geht es SANTONI nicht mehr um die Morphologie der Erdoberfläche. Gegenstand seiner künstlerischen Arbeit sind vielmehr die Zustände menschlicher Umstände und Befindlichkeiten, was sich im besonderen Ambiente des historischen Gemäuers auch vorzüglich präsentieren lässt.
Selten wohl hat ein Künstler die Eindrücke des Kuwait-Krieges eindeutiger formuliert. Das Farbinferno SANTONIs spricht eine deutliche Sprache – so dass es dem Betrachter die Sprache verschlägt. Seine mehrteiligen Kompositionen bewegen sich jedoch weitab agitatorischer Vordergründigkeit. Gefragt ist die Reflexion, womit klar sein dürfte, dass dem Betrachter mehrere Wege bleiben.
In seinem vielteiligen Diskurs über den Geschlechtergegensatz beispielsweise kann, aber muss man nicht die Position des Künstlers vertreten, dass der Mann die Frau zur Göttin erhebt, sie isoliert, ja mumifiziert, „… um sie um so leichter für sich besitzen zu können!“
Mit seinen Arbeiten ist SANTONI in der österreichischen und internationalen Kunstszene nicht mehr zu übersehen. …“
Pressebericht des „Kölner Stadtanzeigers“ zur Ausstellung in der Galerie „Zeugma“ 2008:

Auszug:
„… Dem Österreicher gelingt es, mit transparenten Farben den Punkt zu malen, an dem die Energien des Sonnenlichts auf die Kraft der Erde treffen. In seinen Meeres- und Berglandschaften erscheint alles in dynamischer Harmonie. Hügel und Berge strömen mit flüchtigem Schwung in- und auseinander. Die Wolken leuchten im Gewicht schwebender Leichtigkeit. Und unsichtbare Kräfte aus dem Inneren der Erde zeigen sich als Schwingung an der Oberfläche. SANTONI zeigt das Gesetz von Bewegung und Verwandlung als zentrales Prinzip der Schöpfung. Sie ist nicht ein für alle Mal abgeschlossen, sondern findet in jedem Moment aufs Neue statt.
Neben seinen faszinierenden Blicken auf die Schönheit von Naturlandschaften veranschaulicht er, dass dieses Schöpfungsprinzip auch für die Großstadtlandschaften in ihrer architektonischen Künstlichkeit gilt. …“
Jürgen Kisters
Pressebericht des „El Dictamen“, „Diario de Xalapa“, etc. über die Museumsausstellungen in Mexiko 1991 :

Auszug:
„… En presencia del Ministro de la Embajada de Austria en México, Lic. Klaus Dercovich, fue inaugurada la noche del viernes 5 de julio la exposición „Ciclos“ del pintor austriaco, Santoni, en la sede del Instituto Veracruzano de Cultura.
La obra de Santoni incorpora nuevos aspectos en el arte del paisaje a la acuarela, con una técnica especial en la cual se utilizan innumerables capas de pintura, en la que pueden observarse ondulantes maizales, montaflas, costas, campos helados, erosión y en especial la luz.
El pintor austriaco fue uno de los cien arusias plásticos europeos que plasmó su sentir en un fragmento sobeviviente del recientemente tirado muro de Berlín.
En la muestra que se exhibe en el IVEC, se puede apreciar el boceto del trabajo que allí realizó.
En torno a este punto Santoni expresó que espera que así como cayó este muro caigan muchos otros que todavia existen....”
Pressebericht der „Palm Beach Post“ zur Ausstellung in der Galerie „707“ 1988:

Auszug:
„… Santoni ist he nom-de-brush of a young, Austrian-born artist making his South Florida debut with 11 works at the new Gallery 707 International at 707 Lake Ave. in Lake Worth.
Like Jake Berthot, Santoni has an expressive way with paint – or, in his case, watercolor. He specializes in very large, multipaneled works on paper. Although not strictly abstracted from nature, the pictures call to mind rugged canyons and ravines, and stark, glacial expanses.
The perspective is aerial, and the viewer feels as if he is floating over and through a vast space. The medium is applied in long, graceful washes, which seem then to be scraped down in some fashion until they have a gritty, geological beauty. This is enhanced by the colors favored by the artist – blue, silvers and rusts. While not especially cerebral, the pictures have a direct and immediate visual appeal....”
Pressebericht der „Weltkunst“ zur Ausstellung im Festspielhaus zu Bregenz 1990:

Auszug:
„ …Die Galerie Weihergut, Salzburgs größte Privatgalerie, präsentiert im Stadtsaal neue Schichtenaquarelle des österreichischen Künstlers SANTONI. Seine „Flugträume der Schöpfung“ entstehen, indem SANTONI über einhundert Aquarellschichten übereinander setzt, die dann stellenweise in einem von ihm selbst entwickelten Verfahren wieder abgetragen werden. Die Galerie Weihergut richtet mit der Präsentation der „Phantasten“ die Sonderschau der Kunst- und Antiquitätenmesse aus. Gezeigt werden außerdem Exponate von Ernst Fuchs, Arik Brauer, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden. …“
Pressebericht über die Ausstellung im Neustädter Rathaus, Hanau bei Frankfurt:

Auszug:
„… Was nämlich beim Festhalten des Augenblicks durch die Fotografie die Malerei überflüssig zu machen scheint, ist so recht Ausdruck der Oberflächlichkeit dieser Zeit. Nur noch wenige Zeitgenossen sind bereit, sich dem schnelllebigen Eindrücken der technischen Medien zu entziehen. Dagegen arbeiten Künstler wie SANTONI an. Landschaft ist sein Thema. Es ist eine subjektive Sicht der Landschaft. Reichlich abstrakt öffnet sich dem Betrachter Landschaft sozusagen als ein mikroskopischer Feinschliff, seziert und wieder zum Ganzen zusammenkomponiert. SANTONI zieht nicht mit der Staffelei hinaus vor Ort. Landschaft – das ist für ihn ein Prozess, der vom ersten Betrachten, oft nur angeregt von einem Ausschnitt, einem Landschaftsteil oder – Bestandteil eine intellektuelle und emotionale Verarbeitung in Gang setzt. Im Atelier fügen sich dann all diese Elemente zusammen zum Bild. Er arbeitet in einer aufwendigen Aquarell- und Acryltechnik, in der Schicht um Schicht das Malmittel aufgebracht wird. So entsteht Tiefe in der Farbe, entwickelt sich farbliche Intensität. …“
Pressebericht des „Neuen Volksblattes“ und des „A/Z Tagblatt“ zur Ausstellung im Linzer Ursulinenhof 1988:

Auszug:
„… SANTONI im Linzer Ursulinenhof: Flugträume der Schöpfung. …
Wunderbar dichte, lebendige Landschaftsvisionen aus der Vogelperspektive in magischer Farbästhetik ziehen den Betrachter in eine überirdische Welt driftender Kontinente, stürzender Wassermassen, horizontsprengender Gletscherlandschaften. Die Evolution ist im Gange, verstärkt noch durch die Präsentation der Aquarelle als Triptychen und Mehrteiler, die in einem Arbeitsprozess entstehen. …“
d’or
Pressebericht der „Kleinen Zeitung“ von der Ausstellung im Neuen Rathaus in Leoben 1993:

Auszug:
„ … SANTONI, dem international renommierten Leobener Künstler, ist die 95. Sonderausstellung im Neuen Rathaus gewidmet.
Museumsdirektion Günther Jontes bedachte die Ausstellung in seiner Eröffnungsrede mit den Attributen „Aufsehen erregend“ und „ungewöhnlich“. Er erwähnte die solide Grundlage einer einschlägigen Ausbildung und wies auf die Lehrzeit des Künstlers als Komponente seiner Geistigkeit hin.
Sobald man aber selbst den ersten Schritt in den Raum setzt, der SANTONIs Bilder nun eine zeitlang beherbergen soll, so sind es einzig und allein die großflächigen Exponate, in deren Gefangenschaft man unweigerlich, alle Zusatzinformation vergessend, gerät.
Positive Bewegung, Dynamik, nicht rastlos, sondern zukunftsweisend, tritt entgegen. „Nur nichts Statisches, das kein Leben mehr in sich trägt, nichts, das in seiner Entwicklung stehen bleibt“, möchte SANTONI darstellen, er will die Natur in seinen Werken entstehen lassen und Landschaften komponieren, aus denen für die Betrachter ersichtlich ist, dass Millionen von Jahren für ihr heutiges Aussehen verantwortlich waren. …“

Santoni Brief.
Santoni Brief.