Schon früh ist die Inspiration, die Siegfried Santoni durch das Erlebnis ferner Landschaften erfährt, zu einem Antrieb seiner Kunst geworden.
Niemals wird dabei das Gesehene übersetzt in bloße Abbilder - vielmehr geht es in den einer Landschaft gewidmeten Zyklen um Innbilder für das, was das Besondere eines Terrains an der subjektiven Disposition des Malers bestimmend verändert hat. Es ist der Prozess einer Metamorphose: Außenwelt erzeugt je eigene Innenwelten und verwandelt den Malakt in diese. So wird aus einer Realität eine dem Vorgefundenen gegenüber selbständige, autonome andere.
Das ist eine Art von Weltnahme, der das Erfasste, indem ein Bewußtsein es sich anverwandelt, Anlass für Bilder, mit denen hier ein Maler sich behauptet als Kreator von eigenem Rang und eigener Wahrheit.